Mein Körper gehört mir!
von Katrin Mattern
Theaterpädagogik für die Dritt- und ViertklässlerInnen
An drei Freitagen im März durfte unsere Schule die theaterpädagogische Werkstatt mit ihrem Präventionsprogramm „Mein Körper gehört mir!“ begrüßen. Unsere Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen waren durch den Sachunterricht bereits gut vorbereitet. In den Wochen zuvor beschäftigten sie sich mit wichtigen Themen wie „Typisch Mädchen – typisch Jungs?“, Veränderungen in der Pubertät und dem respektvollen Umgang miteinander. Dabei entstanden viele wertvolle und vertrauensvolle Gespräche.
Die theaterpädagogische Werkstatt knüpfte genau an diese Gedanken und Erfahrungen an und griff sie auf eine besonders einfühlsame und kindgerechte Weise auf.
Jede Begegnung begann mit einem fröhlichen Körpersong, begleitet von der Ukulele und viel Schwung. Gemeinsam wurde gesungen, gelacht und eine offene Atmosphäre geschaffen – denn gerade bei Themen, die Gefühle und Gedanken bewegen, ist es wichtig, sich wohl und sicher zu fühlen.
Im Mittelpunkt standen Schauspielerin Tanja und Schauspieler Thomas, die die Kinder zunächst als Personen kennenlernen durften, bevor sie in verschiedene Rollen schlüpften. In kurzen Szenen aus dem Alltag erzählten sie Geschichten, die für Kinder nachvollziehbar und nah an ihrer Lebenswelt waren. Dabei ging es um Gefühle, um Grenzen, um Situationen, die manchmal ein gutes Gefühl und manchmal ein komisches Bauchgefühl auslösen können.
Zwischen den einzelnen Spielszenen entstand immer wieder Raum für Gespräche. Gemeinsam wurde überlegt: Wie fühlt sich die Person gerade? Was könnte sie tun? Was würdest du machen? Besonders beeindruckend war, wie aufmerksam und sensibel die beiden Schauspieler auf die Gedanken und Beiträge unserer Kinder eingingen.
Eine wichtige Botschaft des Projekts war dabei immer wieder: Jeder Mensch hat das Recht, über seinen eigenen Körper zu bestimmen. Kinder sollen ihren Gefühlen vertrauen dürfen – besonders dann, wenn sich etwas nicht richtig anfühlt. Ebenso wichtig war die Erkenntnis, dass niemand schwierige Situationen allein bewältigen muss und dass es Erwachsene gibt, die zuhören und helfen können.
Die Mischung aus Theater, Gesprächen und gemeinsamen Gedanken sorgte dafür, dass die Inhalte nicht nur verstanden, sondern auch erlebt wurden. Viele Szenen und Botschaften werden unseren Kindern sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
Ein herzliches Dankeschön an Tanja und Thomas, die mit viel Einfühlungsvermögen, Offenheit und großer Wertschätzung auf unsere Schülerinnen und Schüler eingegangen sind und dieses wichtige Thema so behutsam und nachhaltig vermittelt haben.
